Aluminium-Recyclinganlage von Hydro in Rackwitz für Automobilindustrie…

By | July 13, 2022
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  • Die Nachfrage nach nachhaltigen Automobilen verlangt nach umweltfreundlicherem Aluminium.
  • Hydro zielt auf Verbraucherschrott als Quelle für nachhaltiges Aluminium ab.
  • Hochwertige, kohlenstoffarme Aluminium-Billits, HyForge.

Der Spatenstich in dieser Woche markiert den Baubeginn für eine Erweiterung der Aluminium-Recyclinganlage von Hydro in Rackwitz, Deutschland. Die Erweiterung wird die Produktion des innovativen HyForge-Schmiedematerialsegments ermöglichen, das den Einsatz von Post-Consumer-Aluminium erheblich steigern wird, um eine marktführende Nachhaltigkeitsleistung sicherzustellen.

„Da immer mehr Automobilkunden Wert auf Nachhaltigkeit legen, machen wir bei Rackwitz diesen Durchbruch, um Aluminium-HyForge-Produkte herzustellen, die zu Knüppeln mit noch kleinerem Durchmesser führen und gleichzeitig eine erstklassige Klimabilanz gewährleisten, indem wir einen hohen Anteil an Altlasten verwenden. Verbraucherschrott im Prozess”, sagt Eivind Kallevik, Executive Vice President von Hydro Aluminium Metal (links).

„Der Business Case zeigt, dass es nicht nur rentabel ist, sondern auch eine wichtige Nachhaltigkeitsdimension hat, und es bringt uns unseren ehrgeizigen Recyclingzielen näher“, sagt Kallevik.

Wichtig für Recycling-Wachstum – betriebsbereit bis Ende des ersten Quartals 2023

Die Rackwitz-Erweiterung trägt wesentlich dazu bei, dass Hydro sein Ziel erreicht, den Einsatz von Altaluminiumschrott bis 2025 von etwa 250.000 Tonnen auf über 500.000 Tonnen pro Jahr zu verdoppeln und das jährliche Recycling-EBITDA um 0,7 bis 1,1 Milliarden NOK zu steigern bis 2025. Der Einsatz von Post-Consumer-Schrott reduziert den CO2-Fußabdruck im Vergleich zu Pre-Consumer-/Prozessschrott sowie Primäraluminium deutlich.

Die neue Anlage soll bis Ende des ersten Quartals 2023 mit 20 neuen Mitarbeitern in Betrieb gehen und Automobilkunden mit hochwertigen Knüppeln mit kleinerem Durchmesser bedienen, die direkt zu hochwertigen Automobilkomponenten geschmiedet werden können. Das Werk produziert derzeit rund 95.000 Tonnen Strangpressbarren pro Jahr. Mit der Erweiterung plant Rackwitz, weitere 25.000 Tonnen HyForge zu produzieren und das Recycling von Post-Consumer-Schrott als Hauptrohstoff für neue Produkte im Werk zu steigern. Die Investition wird voraussichtlich rund 40 Millionen Euro betragen.

Darstellung, wie das erweiterte Recyclingwerk in Rackwitz, Deutschland, aussehen wird (unten).

Aluminium ist für die Dekarbonisierung des Automobil- und Transportsektors unerlässlich

„Wir haben eine starke Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der Automobilindustrie, und mit der Einführung von HyForge wird unsere Position als bevorzugter Partner nur noch stärker. Unser Werk in Rackwitz befindet sich in der Nähe von Hydros wichtigsten Automobilkunden und Schrottquellen. Zusammen mit dem HyForge-Produkt passt dies ideal zu den hohen Qualitätsstandards und dem stark zunehmenden Fokus auf Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie“, sagt Thomas Stürzebecher, Geschäftsführer, Hydro Aluminium Metal Rackwitz.

Da die Automobilindustrie seit mehreren Jahrzehnten Wert auf geringes Gewicht und Nachhaltigkeit legt, hat die Verwendung von Aluminium kontinuierlich zugenommen. Dies liegt an dem geringen Gewicht, den hervorragenden mechanischen Eigenschaften, der Korrosionsbeständigkeit und den Verarbeitungsmöglichkeiten von Aluminium. Aluminium spielt eine bedeutende Rolle bei der Gewichtsreduzierung von Elektro- und Hybridfahrzeugen, da Autos weniger Strom und weniger oder kleinere Batterien benötigen, um die gleichen Entfernungen zurückzulegen.

HyForge – ein hochwertiges Automobilprodukt aus kohlenstoffarmem Aluminium

Sobald die neue Anlage in Betrieb ist, wird Hydro in die Lage versetzt, das gesamte Portfolio an Schmiedematerialdurchmessern von groß bis klein anzubieten, einschließlich Schrottumwandlung. Schmiedematerial ist ein Aluminiumknüppel mit einem kleineren Durchmesser als ein herkömmlicher Knüppel und mit einer höheren Oberflächenqualität.

Diese Knüppel können direkt nach der Lieferung aus unseren Gießereien zu sicherheitskritischen Automobilteilen wie Radaufhängungsteilen geschmiedet werden. Dadurch wird die Anzahl der Bearbeitungsschritte von der Gießerei bis zum Automobilteil stark reduziert – was zu Kosteneffizienz und höherer Produktqualität im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren führt.

Die HyForge-Mengen werden die Mengen ergänzen, die bereits in Hydros Aluminiumwerk in Husnes im Westen Norwegens produziert werden.

Durch den hohen Anteil an Post-Consumer-Schrott in den von Hydro Rackwitz zu liefernden HyForge-Knüppeln wird das Werk in der Lage sein, diese kohlenstoffarmen Aluminiumprodukte mit einem garantierten CO2-Fußabdruck von unter 4 kg CO2 pro Kilo Aluminium bereitzustellen – was weniger ist als 25 Prozent des globalen Durchschnitts für Primäraluminium.

Bild 1: Im Bild oben, von links: Hans Bjerkaas (Head of Recycling Operations), Trond Olaf Christophersen (Head of Recycling), Eivind Kallevik (Executive Vice President Hydro Aluminium Metal), Thomas Stuerzebecher (Managing Director Rackwitz), Christian Schmidt (Head of Recyclingtechnik & Projektmanagement).

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