BearingPoint-Studie: Digitale Services versprechen enormes Umsatzwachstum für Automobilhersteller

By | July 14, 2022
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AMSTERDAM–(BUSINESSWIRE)–Eine neue Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint hat Pkw-Besitzer in den großen Automobilmärkten China, Deutschland und den USA nach ihren Präferenzen im Bereich Software-over-the-Air-Funktionen und digitaler Services befragt. Laut der Studie sind 93 % der Autobesitzer in den größten Automobilmärkten der Welt daran interessiert, digitale Dienste durch neue Software-Updates für ihr Auto zu nutzen und zu erwerben.

„Allerdings entsprechen die digitalen Service-Portfolios vieler Automobilhersteller noch nicht den Kundenpräferenzen hinsichtlich Funktionsbündelung, individuellen Angeboten, Zahlungsbereitschaft, Kommerzialisierung und Zeitrahmen. Das bietet reichlich Verbesserungspotential. Der Kunde ist König und digitale Service-Portfolios sollten an die Kundenpräferenzen angepasst werden. Daher müssen Hersteller ihre Marktposition bewerten, um potenzielle Leistungslücken zum Wettbewerb zu identifizieren und zu schließen“, sagt Dr. Stefan Penthin, Global Leader Automotive bei BearingPoint.

Automobilhersteller müssen Softwarehersteller werden

Der Transformationsdruck auf die Automobilindustrie wächst rasant und neue Geschäftsmodelle, die Softwareentwicklung beinhalten, werden immer wichtiger. In allen drei für die Studie untersuchten Märkten – China, Deutschland und den USA – stehen Safety & Security Services für 91 % der Endkunden an erster Stelle. Dicht gefolgt von Navigations- & Infotainmentdiensten mit 84 %, Komfort und Unterhaltung sowie Unterhaltung sind für 71 % und 66 % wichtig.

Die Top-3-Digitaldienste der Kunden in China, Deutschland und den USA

Innerhalb der untersuchten Märkte stehen drei spezifische digitale Dienste ganz oben auf der Kundenliste: Echtzeit-Verkehrsinformationen (Navigation & Infotainment), Diebstahlschutz (Safety & Security) sowie Warn- und Schließsystemfunktionen (Safety & Security). Während in China und den USA der Diebstahlschutz die Nummer eins ist, stehen Echtzeit-Verkehrsinformationen für deutsche Kunden an erster Stelle, der Diebstahlschutz an zweiter Stelle.

Sicherheitsdienste sind die zukünftigen Cash Cows der OEMs für digitale Dienste

In allen drei Ländern bewerten die Kunden Safety & Security mit über 90 % als wichtigste Kategorie und sind bereit, bis zu 134 € pro Jahr für diese digitalen Services zu zahlen. Die Kunden sind auch bereit, bis zu 131 Euro für Services in Komfort & Bequemlichkeit zu zahlen, wobei diese Kategorie mit 71 % der Befragten als weniger kritisch angesehen wird. Wohingegen die Zahlungsbereitschaft bei Navigation & Infotainment und Entertainment mit 100 bzw. 96 Euro am geringsten ist.

Deutsche Kunden sind am sparsamsten

Im Vergleich zu anderen Märkten haben deutsche Kunden den engsten Geldbeutel für digitale Dienste: Im Durchschnitt wären sie bereit, 214 Euro pro Jahr auszugeben. Deutsche Kunden erwarten, dass Navigations- & Infotainment-Funktionen zu einem günstigen Preis oder ohne Zusatzkosten verfügbar sind. In den USA ist die Zahlungsbereitschaft mit 300 Euro deutlich höher. Die höchste Zahlungsbereitschaft zeigen chinesische Kunden, die durchschnittlich 353 Euro pro Jahr ausgeben würden.

Präferenz des Kaufzeitraums digitaler Dienste – Konfigurationsphase versus nach Lieferung

Die Studie befragte Kunden auch zu ihren Vorlieben für den Kauf digitaler Funktionen. Es zeigte sich, dass Kunden in allen drei Märkten erwarten, digitale Dienste in der Konfigurationsphase und nach der Auslieferung per „Software-over-the-air“ kaufen zu können. Je nach Hersteller werden den Kunden digitale Services im Bundle oder einzeln zum Kauf angeboten. In allen drei Märkten würden 55 % gerne ein digitales Paket kaufen, aber hier gibt es keinen signifikanten Trend, so dass auch das Interesse am Kauf einzelner Funktionen groß bleibt. Darüber hinaus erwarten 90 % der Kunden, dass ihnen bei der Nutzung digitaler Dienste eine kostenlose Testphase angeboten wird.

Christoph Landgrebe, Partner bei BearingPoint im Segment Automotive: „Viele traditionelle Hersteller haben noch großen Nachholbedarf. Der chinesische Elektrofahrzeughersteller NIO hat bereits mehr als 180 Over-the-Air-Funktionen und Firmware-Over-the-Air-Updates (FOTA) auf den Markt gebracht. Tesla-CEO Elon Musk hat angekündigt, dass in Kürze ein eigener Tesla-App-Store für Fahrzeuge starten wird. Während zum Beispiel Mercedes mit ‚Mercedes me connect Services‘ und Audi mit ‚Functions on demand‘ digitale Dienste erfolgreich in ihre Neuwagen integriert haben, können sie derzeit nicht mit der reichen digitalen Produktpalette von Tesla und NIO konkurrieren.“

Über das Studium

Die Studie befragte über 600 Teilnehmer in China, Deutschland und den USA zu ihren Erwartungen und Präferenzen für digitale Dienste und ihrer Zahlungsbereitschaft für jede Servicekategorie. Die Befragten waren im Durchschnitt 35 Jahre alt und besaßen ein Auto (weniger als zehn Jahre alt und in der mittleren bis oberen Preisklasse).

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen ist in drei Geschäftsbereichen tätig: Beratung, Produkte und Kapital. Consulting umfasst das Beratungsgeschäft mit klarem Fokus auf ausgewählte Geschäftsfelder. Products bietet IP-gesteuerte digitale Assets und Managed Services für geschäftskritische Prozesse. Capital bietet M&A- und Transaktionsdienstleistungen an.

Zu den Kunden von BearingPoint gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das Unternehmen verfügt über ein globales Beratungsnetzwerk mit mehr als 13.000 Mitarbeitern und unterstützt Kunden in über 70 Ländern und arbeitet mit ihnen zusammen, um messbaren und nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte:

Homepage: www.bearingpoint.com

LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint

Twitter: @BearingPoint

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