BLG mit positiver Geschäftsentwicklung trotz Automotive-Einbußen | Nachricht

By | May 2, 2022
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Das Ergebnis vor Steuern ging um 1,1 Mio. € (1,16 Mio. $) zurück, was nach Angaben des Unternehmens auf die durch Teileknappheit verursachte Verlangsamung der Autoproduktion und die hohen Kosten für die Umsetzung der Covid-Regeln zurückzuführen war.

Insgesamt bewegte BLG Automobile im Geschäftsjahr 4,8 Mio. Fahrzeuge, was nach eigenen Angaben mit 2020 vergleichbar sei.

Auch am deutschen Hafen Bremerhaven, dem größten Standort von BLG Logistics, waren die Volumina mit 1,7 Mio. Fahrzeugen im Jahresverlauf ähnlich wie im Jahr 2020. Bremerhaven bleibt nach Zeebrugge in Belgien (2,3 Mio.) der zweitgrößte Fahrzeugumschlaghafen in Europa.

Das AutoTerminal Bremerhaven verlor jedoch bis zum Geschäftsjahr 2021 11 Millionen Euro. Das Unternehmen sagte, dass die Produktivität dramatisch zurückgegangen sei, teilweise aufgrund von Coronavirus-Maßnahmen und einem hohen Krankenstand der Mitarbeiter.

Erträge und Investitionen
Dennoch sei die Gesamtleistung der BLG Logistics nach Unternehmensangaben positiv. Nach einem Vorsteuerverlust von 116 Mio. € im Jahr 2020 erzielte das Unternehmen 2021 ein Ergebnis vor Steuern von 52,2 Mio. €. Der Umsatz ging um -1,4 % auf knapp 1,1 Mrd. € zurück und lag damit in etwa auf dem Niveau von 2020.

„Im Geschäftsjahr 2021 haben wir das Ergebnis deutlich verbessert und unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Dreeke. „Gemeinsam mit unserer Belegschaft haben wir die Herausforderungen gemeistert. Insgesamt haben wir fast 12.000 Mitarbeiter, deren Engagement uns geholfen hat, einen stabilen Kundenstamm zu halten und in einigen Bereichen sogar auszubauen.“

Auch in der herausfordernden Automotive-Situation gab es positive Entwicklungen. Die BLG verwies auf das im Dezember letzten Jahres gegründete erfolgreiche Joint Venture mit Hyundai Glovis. Der weltgrößte RoRo-Operateur wird über das BLG AutoTerminal Bremerhaven Mengen von Hyundai, Kia und anderen Automarken aus Asien importieren.

Darüber hinaus investiert die BLG für Kia Motors Deutschland 24 Mio. € in ein drittes Parkhaus an ihrem Binnenautoterminal in Kelheim, Deutschland. Das siebenstöckige Parkhaus bietet Platz für 5.368 Fahrzeuge und wird das größte der drei Parkhäuser am Kelheimer Terminal sein. Nach Fertigstellung wird das Parkhaus die Gesamtkapazität in Kelheim auf 32.000 Fahrzeuge erhöhen.

Darüber hinaus hat die BLG ihren Automobillogistikstandort in Dodendorf, ebenfalls in Deutschland, um 95.000 qm erweitert. Das Inlandterminal umfasst nun 230.000 qm für rund 11.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge. Die neue Fläche wird von Hyundai Motor Deutschland ausschließlich für Gebrauchtwagenbetriebe genutzt.

Auch konnte die BLG aufgrund der zur Verfügung gestellten Kapazitäten durch die geringere Anzahl an bewegten Fahrzeugen und Containern mehr Handel von High & Heavy Equipment-Herstellern abholen. Darüber hinaus war der Umschlag am Breakbulk-Terminal Neustädter Hafen, das 1,3 Millionen Tonnen Material umgeschlagen hat, in einem von der BLG als „sehr wettbewerbsintensives Umfeld“ bezeichneten Umfeld gut.

Positive Ergebnisse verzeichnete auch der BLG-Geschäftsbereich Contract, der Kontraktlogistikdienstleistungen rund um Beschaffung, Produktion und Distribution sowie Ersatzteillogistik und Retouren anbietet. Das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsbereichs erreichte 8,7 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem negativen Ergebnis, das das Unternehmen im Jahr 2020 verzeichnete, als es 14 Millionen Euro verlor.

Investition in die Digitalisierung
Auch die BLG investiert weiter in Projekte zur Digitalisierung des Betriebs. Das Unternehmen hat bisher 14,6 Millionen Euro in sieben gemeinsame KI-Projekte investiert. Darunter das Kite-Projekt, in dem die BLG gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie ein KI-basiertes Prognoseverfahren zur Vorhersage des Transportaufkommens entwickelt.

„Ihr Einsatz soll Leerfahrten um bis zu 15 % reduzieren und damit das übergeordnete Ziel unterstützen, die Transportlogistik durch die Reduzierung von CO2-Emissionen nachhaltiger zu gestalten und [creating] nachhaltigere Transportlogistik“, sagte ein Sprecher der BLG.

Bis 2021 führte die BLG auch ihr Isabella-Projekt fort, das die Integration multimodaler Transportprozesse einschließlich der Be- und Entladung von Lkw, Bahn und Schiff zum Ziel hat.

Ein weiteres Beispiel ist Insert, ein Projekt zur Unterstützung der Produktions- und Logistikplanung, bei dem es darum geht, Expertenwissen in ein lernendes KI-System zu übertragen. Das System werde Planer unterstützen, die Servicequalität erhöhen und gleichzeitig den Planungsprozess verkürzen, so die BLG.

Zielemissionen
Die BLG berichtet auch, dass sie sich auf dem Weg ist, die Emissionen zu reduzieren, und verzeichnete im vergangenen Jahr eine Einsparung von 13,1 % seit 2018, mehr als ein Drittel ihres Ziels.

„Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Energieeffizienz zu steigern“, sagte der BLG-Sprecher. „Außerdem wollen wir mehr eigenen Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen.“

Die Nutzung der Bahn für Fahrzeugtransporte durch die BLG verbessert mit 200 transportierten Fahrzeugen pro Zug die CO2-Bilanz des Unternehmens für seine Kunden. Im deutschen und österreichischen Schienennetz wird dieser Schienenverkehr vollständig mit Ökostrom betrieben.

„Wir übernehmen Verantwortung für einen umweltgerechten Umgang mit Ressourcen und wollen unser Abfallaufkommen durch Vermeidung, Reduzierung, Recycling und Wiederverwendung reduzieren“, so der BLG-Sprecher.

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